Kulturlandschaft Programm 2013 Tagung Exkursionen Abendprogramm Mitdenkende Sponsoren Fotos & Videos Anmeldung



Tagung Umgang mit Landschaft
 

Freitag, 04. Oktober 2013
im Kulturhaus Schluderns, 9.00-13.00 Uhr

 

Detailliertes Programm:


09.00 – 09.15  Uhr - Begrüßung

 


09.15 – 10.00  Uhr   - Vortrag

"Die innere Landschaft pflegen, die Um- und Mitwelt erhalten."
Prof. Dr. Don Paul Renner - Dekan der Phil.-Theol. Hochschule Brixen und Direktor des DE PACE FIDEI, Institut für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung”.

”Sei der Erschaffung des Menschen, hat ihn Gotte beauftragt, auf seinen Bruder zu schauen und auf seine Schwester: eben die Schöpfung. Die Kirche selbst hat den ersten Auftrag hervorgehoben und den zweiten oft vergessen. In der jüngeren Theologie und in den Texten des Lehramtes vermehren sich aber die Empfehlungen, sowohl um die Mit- wie auch um die Um-Welt Sorge zu tragen. Das ist aber nur möglich, wenn die “innere Landschaft” stimmt, wenn der Mensch mit sich selber harmonisch lebt und seine Ziele klar vor Augen hat.”

 


10.00 – 10.30 Uhr  - Vortrag

„Ästhetikverlust Landschaft“?
Manfred Alois Mayr
- Künstler

Wenn Landschaften und Orte Magie haben, dann ziehen sie an.
Innovationen beschleunigen und formen Natur und Kultur.
Nicht nur durch menschliche Hand und klimatische Veränderungen werden die Landschaft und die Topografie verändert, sondern auch durch die Symbiose von nutzungsorientierter Technik und quantitativen Ertrag in der Bodenbewirtschaftung.
Zusammenhängende Lebensräume prägen den Erlebnisbereich „Boden“ und die Eigenschaften eines Ortes, der einem dauernden Wandel unterzogen ist.

Was als Harmonie in der Natur oder als „schön“ oder „hässlich“ beurteilt wird,
hängt nicht zuletzt auch von der subjektiven Empfindung, der Geschichte und den Interessen ab, die man in sich trägt.

Anhand von gesammelten Bildern werden Landschaftsformen und besondere Orte in Bezug Ästhetik oder Zerstörung? des Vorgefundenen untersucht.

 


10.30 – 11.00  Uhr  - Vortrag

Welches könnten die gesetzlichen Voraussetzungen sein, um die künftige Entwicklung der Kulturlandschaft zu begleiten?
Arnold Schuler - Landtagsabgeordneter

Es ist in den letzten Jahren viel an alter Bausubstanz unwiederbringlich verlorengegangen. Welches sind die Gründe dafür und warum war der bisherige Schutz in vielen Fällen unzureichend?
Auch die Landschaft hat sich verändert, die Eingriffe sind immer mehr bemerkbar.

 


11.00 – 11.30  Uhr - Pause

 


11.30 – 12.00  Uhr    - Vortrag

"Welchen Stellenwert hat Kulturlandschaft in der politischen Debatte?"
Univ. Doz. Dr. phil. Hans Heiss - Landtagsabgeordneter

Kulturlandschaft ist mehr als Nutzfläche und Lebensraum, ihre Ausstrahlung schafft gemeinschaftliche Orientierung, bildet Identitäten und stiftet langfristige Bindungen.  Sie ist eine ästhetische Kategorie, die Gesellschaften grundlegend bestimmt. Umso bedauerlicher, dass ihr politischer Stellenwert in Südtirol gering ist, dass die ökonomische Vernetzung und der wirtschaftliche Nutzen von Land und die Möglichkeit zur Gewinnung von Bauland im Vordergund stehen. Im Zweifel wiegt das Interesse an Verwertung stärker als die Anliegen der Erhaltung und Pflege von Landschaft. Südtirol braucht einen Paradigmenwechsel, eine politische Offensive zugunsten einer neuen Bewertung der im alpinen Maßstab unglaublich reichen Kulturlandschaft Südtirols.

 


12.00 – 12.30  Uhr    - Vortrag

"Wozu brauchen wir unsere Landschaft?"
Priv-Doz. Dr. Mag. Erich Tasser - Europäische Akademie Bozen, Institut für Alpine Umwelt

Bewahrung von Kultur und Tradition, Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Produkten, Ruheoase und Spielplatz für Freizeitaktivitäten: Die gesellschaftlichen Anforderungen an die alpine Kulturlandschaft sind vielfältig und haben sich in den letzten Jahrzehnten weitgehend von der reinen Lebensmittelproduktion abgekoppelt. Doch was genau sind die Ansprüche, Wünsche und Erwartungen an unsere Landschaft? Auf diese Frage versucht der Vortrag einige Antworten zu liefern.

 

 

12.30 – 13.00  Uhr  - Vortrag

"Kulturlandschaft und Denkmallandschaft: Eine Beziehungebrücke"
Dr. Leo Andergassen - Abteilungsdirektor Denkmalpflege

Beide Begriffe spielen in der Denkmalpflege und darüber hinaus eine bedeutende Rolle, denn sie beschäftigen sich mit dem von Menschen im Kulturanspruch geschaffenen im Kontext der Natur. Dass das Konnubium von Denkmal und Natur als ein bewusst gesuchtes zu sehen ist, zeigt die Erfahrung über Jahrtausende hinweg. Der Ort der baulichen Verwirklichung des Menschen richtet sich nach den von der Natur gebotenen Möglichkeiten. Wo darin die ästehtischen Vorteile liegen, wo aber genauso die Risiken einer Bestandssicherung über die Zeiten hinweg zu finden sind, ist Inhalt des Beitrags.

Home